Neue Daten zur pathologischen Internetnutzung
In der Oktoberausgabe der Zeitschrift “Sucht Aktuell” (17. Jahrgang 2010) ist eine neue Studie zur pathologischen Internetnutzung erschienen. Der Artikel gibt einen guten Überblick über die Debatte und zeigt wie strittig der Begriff der Internetsucht ist. Die Autorin stellt heraus “dass dabei das Internet selbst nicht als Ursache der Störung anzusehen ist, sondern das diese lediglich an das Internet als Austragungsort gebunden ist” (Meixner-Dahle 2010: 54). Die Studie, für die Meixner & Jerusalem verantwortlich zeichnen, stuft 96% der Befragten 12-24 jährigen deutschen Internetnutzer als unauffällig, 1,4% als “süchtig” und 2,6% als “gefährdet” ein (N=5079). Zwar gibt es altersbedingte Unterschiede bei der Prävalenzrate, aber insgesamt steht diese Studie in einer Reihe mit anderen Studien, die dem Problem doch einen eher weniger dramatischen Rahmen geben. Zahlen zur Alkohol- und Glücksspielsucht (wenn diese auch substanzgebunden sind) währen hier als Vergleich spannend.

